Meine Minolta SRT 303 - groß, schwer, kantig, unverwüstlich und doch charmant

Minolta SRT 303
Eine 50er Festbrennweite mit einer 1,7 Offenblende ist für uns Amateurfotografen schon eine Offenbarung

 

Meine Minolta war die erste analoge Kamera, die bei mir zuhause ankam. Ich hatte zwar vorher eine Adox Polo in der Bucht ersteigert, diese kam jedoch erst nach langem verzögerten Versand bei mir an. Aber dafür kam dieses Schätzchen.

 

Als ich sie auspackte, war ich erstaunt, denn sie ist unglaublich schwer. Im Vergleich zu meiner kleinen Olympus (e-450 ist auch wirklich eine der kleinsten digitalen Spiegelreflex, die es so gibt), ist die Minolta immens schwer und auch größer. Das Gefühl eine solch alte Kamera in der Hand zu haben ist schon toll. Die Minolta funktionierte von Anfang an ohne Probleme.

 

Die Lichtdichtungen (auf der Rückseite) sind (glaub ich jedenfalls) nicht mehr vorhanden, jedoch sind sie auch nicht notwendig. Mein “kleiner Panzer“ hat kein Lichtleck. Das Beste beim Fotografieren mit ihr ist das Gefühl ein richtig schweres mechanisches Stück Technik in der Hand zu haben. Und der Spiegelschlag ist der Wahnsinn. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Dämpfung des Spiegels sich in etwas Schmieriges verwandelt hat. Ich habe schon versucht diese Schmiere zu entfernen, war dabei aber nicht sehr erfolgreich. Jedoch sieht man es den Bildern nicht an.

 

Jetzt aber zu den nackten Tatsachen.

Die SRT 303 stammt ursprünglich von der SRT 101 ab. Die Minolta SR-T 303 ist eine mechanische Kleinbild-Spiegelreflexkamera die von 1973 bis 1980 hergestellt wurde. Der Verschluss ist ein Tuchschlitzverschluss. Der Sucher zeigt etwa 90 Prozent der Aufnahme. Am rechten Sucherrand findet sich die Nadel des Belichtungsmessers und der Nachführzeiger in Form einer Kelle. Die Kamera hat im Sucher eine Kombination aus Mikroprismenring und Schnittbildindikator. Das ist zum Fokussieren wirklich sehr hilfreich.

Die Belichtung wird mit einer CLC-Belichtungsmessung (Contrast Light Compensation)durchgeführt. Die untere Bildhälfte wird bei der Belichtung stärker bewertet als die obere, was bei durchschnittlichen Aufnahmeverhältnissen, insbesondere Landschaften, zu sehr zuverlässigen Belichtungen führt. Das Problem ist, man sollte bei der Belichtungsmessung von Hochformatbildern immer erst im Querformat eine Belichtungsmessung durchführen. Das mache ich jedoch nicht immer und die Ergebnisse sind trotzdem in Ordnung. Bei der Belichtung von Diafilm sollte da jedoch pingelig drauf geachtet werden, da Diafilm Fehlbelichtungen nicht so viel verzeiht wie ein Negativfilm.

Minolta SRT 303
Eckig, kantig... Die Mechanik soll unverwüstlich sein.


Die Offenblende von 1,7 zaubert ein unglaubliches Bokeh. Derzeit habe ich nur eine Festbrennweite von 50 mm. Aber die Einschränkung beim Fotografieren gibt mir doch meistens einen Schub. Das Sucherbild ist – im Verglei9ch zum Sucher meiner digitalen einfach nur riesig und mit einem Schnittbildindikator ausgestattet. Ich liebe diesen, da das manuelle Fokussieren damit einfach herrlich ist.

Meine Minolta war die erste analoge Kamera, die bei mir zuhause ankam. Ich hatte zwar vorher eine Adox Polo in der Bucht ersteigert, diese kam jedoch erst nach langem verzögerten Versand bei mir an. Aber dafür kam dieses Schätzchen.

 

Als ich sie auspackte, war ich erstaunt, denn sie ist unglaublich schwer. Im Vergleich zu meiner kleinen Olympus (e-450 ist auch wirklich eine der kleinsten digitalen Spiegelreflex, die es so gibt), ist die Minolta immens schwer und auch größer. Das Gefühl eine solch alte Kamera in der Hand zu haben ist schon toll. Die Minolta funktionierte von Anfang an ohne Probleme.

Minolta SRT 303
Einen Schnellspannhebel zu betätigen macht einfach nur Spaß, es ist so professionell und auch so Retro (darf man das überhaupt sagen?)

   

 

Die Lichtdichtungen (auf der Rückseite) sind (glaub ich jedenfalls) nicht mehr vorhanden, jedoch sind sie auch nicht notwendig. Mein “kleiner Panzer“ hat kein Lichtleck. Das Beste beim Fotografieren mit ihr ist das Gefühl ein richtig schweres mechanisches Stück Technik in der Hand zu haben. Und der Spiegelschlag ist der Wahnsinn. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Dämpfung des Spiegels sich in etwas Schmieriges verwandelt hat. Ich habe schon versucht diese Schmiere zu entfernen, war dabei aber nicht sehr erfolgreich. Jedoch sieht man es den Bildern nicht an.prismenring und Schnittbildindikator. Das ist zum Fokussieren wirklich sehr hilfreich.

 

 

Ernst Giger hat auf seiner Internetseite  sehr liebevoll viele Details zur Minolta SRT-Reihe zusammen getragen. Auch sehr schöne Werbebroschüren und alte Testberichte sind zu finden.  http://www.gigers.com/ernst/ALTEKAMERAS/Samml_SRT101.htm

 

Bei diesen alten Schönheiten war ich immer auf der Suche nach Bedienungsanleitungen.

 

Hier habe ich eine schöne Seite gefunden: http://www.butkus.org/chinon/minolta/minolta_sr-t_100/minolta_sr-t_100.htm   

Man kann sich eine Bedienungsanleitung als PDF runter laden. Es kostet nichts. Jedoch bittet der Betreiber um eine kleine Spende. Ich bitte Euch, doch für eine PDF-Version etwas zu Spenden. Dann kann es auch weiterhin viele Bedienungsanleitungen geben.

 

 

Wer sich ein solches Arbeitsgerät anschaffen möchte, sollte sich mal in der Bucht umsehen. Zwischen 15,00 und 40,00 Euro sollte da schon was Brauchbares dabei sein.

 

... und hier gibt es noch viel mehr Schönheiten


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Georg (Samstag, 08 Oktober 2016 16:05)

    Ja, die SRT-Serie ist genauso gut und robust wie 1977, als ich mir durch einen Ferienjob die SRT 100x leisten konnte. Heute gibt es die besten Objektive für sehr wenig Geld dazu.

  • #2

    B. Amrhein (Donnerstag, 10 November 2016 15:06)

    ich habe meine SRT-303 seit 1975. Nun habe ich sie nach über 10 Jahren wieder in Betrieb genommen und bin begeistert wie früher. Meine Digitalkamera liegt nun in einer Schublade. Es ist eine wahre Freude eine "richtige Kamera" in den Händen zu halten. Schwer, robust wie eine alte Mercedes Türe. Besonders schön ist dass man nun günstige gute Objektive erwerben kann.