Hi, ihr alle da draußen – in diesem derzeitigen Sommer.
Mit der Erwartung auf die kommende Weltmeisterschaft.
Oh ja… schwieriges Thema…
Nun ja… allgemein gerade schwierig.
Oder?
Egal – dafür ist das Wetter gut, die Abende lang, hell und lau.
Da könnte man fast versucht sein, die ganze Misere der Welt zu vergessen…
Mist… eigentlich wollte ich hier mit einem locker-leichten Sommergefühl einsteigen – und jetzt ist das Ganze doch eher in die falsche Richtung abgebogen…
Och menno…
Na gut – ich geb dem Ganzen noch einen Versuch:
Nun gut – ein neuer Anfang:
Meine heutige Erkenntnis: Eigentlich ist alles gar nicht so schlimm.
Die Geschichte dazu:
Wie ihr wisst, bin ich seit Februar Fahrradpendler. Morgens geht’s vom Augsburger Süden in den Norden zur Arbeit, abends wieder zurück. So knapp 35–40 Minuten pro Strecke – wobei der Heimweg erstaunlicherweise immer ein paar Minuten länger dauert. Am Ende stehen jeden Tag rund 25 Kilometer auf der Uhr.
Und jetzt kommt’s: Sage und schreibe fünf Monate habe ich es geschafft, längere Regenfahrten zu vermeiden. Die drei Male, an denen es doch geregnet hat, habe ich ganz souverän auf Öffis oder die Familienkutsche umgestellt. Man muss ja auch Prioritäten setzen.
Diese Woche dann: Premiere. Eine richtige Regenphase.
Gestern bin ich noch bequem mitgenommen worden – aber die Fahrt durch den Stadtverkehr? Absolute Geduldsprobe. Hat ewig gedauert.
Heute Morgen dann keine Ausrede mehr: Dauerregen. Also rein in die Sommer-Regenklamotten (leichte Jacke, kurze Regenhose) und los.
Und ja: Ich kam an. Nass, ein bisschen dreckig – aber angekommen. Umgezogen, Klamotten aufgehängt, fertig.
Und das Überraschende: Es war… gut. Warm, kaum Leute auf den Radwegen, irgendwie ruhig. Fast schon entspannt. Ganz anders, als ich es mir immer ausgemalt hatte.
Fazit: Genau wie (insgeheim) erwartet – gar nicht schlimm, sondern ziemlich okay. Ich war nass, klar. Aber hey: Endlich durfte ich die Regenklamotten benutzen, die ich seit Monaten täglich spazieren fahre.
Und vor allem: Diese ominöse “Regenpendelfahrt”, vor der ich immer ein bisschen Respekt hatte – die ist jetzt erledigt.
Und ich bin mir ziemlich sicher: Beim nächsten Mal sehe ich das Ganze deutlich entspannter.
Viele werden jetzt wahrscheinlich sagen: „Was hat er denn? Es gibt kein schlechtes Wetter… warum stellt er sich so an?“
Darum geht’s mir aber gar nicht. Ich will hier nicht jammern.
Mir geht’s eher um etwas anderes: Wir alle haben diese kleinen Dinge, auf die wir so überhaupt keine Lust haben. Nicht die großen Katastrophen – sondern genau diese nervigen Kleinigkeiten: Steuererklärung, Zimmer streichen, irgendwo in der Pampa ohne Zelt übernachten, solche Sachen eben.
Dinge, die sich im Kopf viel schlimmer anfühlen, als sie am Ende wirklich sind.
Und wenn man sie dann einfach mal macht, merkt man meistens:
So schlimm war’s eigentlich gar nicht.
Und zack – bin ich wieder bei meinem Lieblingsthema:
Einfach mal weniger jammern.
Weniger alles schlechtreden.
Und stattdessen öfter mal machen.
Ausprobieren. Gucken, was passiert.
Vielleicht ist es ja wirklich gar nicht so schlimm.
Und um den Kreis zu schließen:
Vielleicht ist auch diese große „Misere der Welt“, gar nicht so absolut katastrophal. Vielleicht gehört ein bisschen Misere einfach dazu.
War es jemals anders?
Vielleicht sollten wir öfter mal genau die Dinge tun, auf die wir eigentlich keine Lust haben. Dinge zum ersten Mal machen. Dinge ausprobieren – und dann auch annehmen, wie sie sind.
Denn ganz ehrlich: Wir haben oft mehr Möglichkeiten, Dinge zu ändern, als wir uns eingestehen. Und manchmal reicht es schon, einfach in die Pedale zu treten. Auch wenn's regnet.
Wenn du bis hierher mitgelesen hast: Danke fürs Mitbegleiten durch meine Gedankenwelt.
Und wenn ihr anderer Meinung seid – sehr gerne.
Immer her damit.
Bis dahin: Habt Spaß im Regen.
:-)








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