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Familienurlaub und das Rad dabei - Kroatien

      

Seit langem mal wieder Urlaub. 


Yippee!!!


Aber irgendwie fühle ich mich ohne mein Fahrrad ein bisserl unausgelastet. Also soll eines mit kommen. Aber Familie und Freunde sind auch dabei und die wollen nicht radeln. 


Außerdem soll das kein Fahrradurlaub werden, sondern radeln soll zur Nebenbeschäftigung werden.


Also wird eine passende Lösung gefunden, mit der alle einverstanden sind. 



Wo sind wir? 

Kroatien - in der Nähe von Pula. 

Genauer gesagt in Fažana. 



Folgendes Setting ist gegeben:

  1. Wir sind mit Freunden im Urlaub unterwegs.
  2. Ich möchte Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen.
  3. Ich möchte ab und zu eine kleine Runde mit einem meiner Räder drehen.
  4. Lange Touren sind nicht vorgesehen - eher mal zwischendurch was kleines.

Erste Frage: Warum muss es eigentlich das Rad sein? „Falsche Frage, nächste Frage…“


Ok…

„Wie hast du geplant?“

„Gute Frage…“


Ich habe mir lange Gedanken gemacht. 

Ich mag als alter verwöhnter Mann mit meinen Rad nicht so gerne auf stark befahrenen Straßen unterwegs sein. Zuhause plane ich meine Touren gerne über Radwege und Wirtschaftswege. Und wenn der Fahrradweg einigermaßen geht, dann nutze ich ihn auch gerne. 


Befahrene Straßen kann man nicht immer vermeiden, aber ich versuche es. Und in Deutschland (Bayern) geht das meistens ganz gut. Ich bin also verwöhnt…


 

In Kroatien sind die Straßen eng und die Autofahrer schnell. Also ist enges Überholen - ohne Abstand - an der Tagesordnung. 


Wie gesagt, bin ich ein Schisser.


Zusammfassend: 

Reines Rennradeln finde ich hier semitoll


Was macht also ein alter Mann, wenn er nicht auf die Straße will? Er sucht sich Alternativen. 



Alternativen bedeutet, ich muss nicht nur auf der Straße unterwegs sein. 



Hier gibt es echt hübsche Strecken über die Dörfer und die Berge rauf und wieder runter oder übers Meer... 


Die Straßen sind ganz ok. Aber nicht ganz so toll wie bei uns. Einige Strecken sind wunderschön  und sie führen weg von den asphaltierten Straßen und man landet plötzlich auf Feldwegen.



Und am Ende des Feldweges findet sich ganz plötzlich irgendwo im Nirgenwo kleine Schätze am Wegesrand.


Wenn ich so unterwegs war, war ich eigentlich sehr glücklich, mich für ein Gravel-Setup entschieden zu haben.

Ich habe 40er Schlappen aufgezogen - genauer gesagt: den Panaracer Gravelking Slick in 40mm Breite.

Einige Straßen ( in Komoot als Straßen eingezeichnet) waren sehr ruppig. Sie wurden plötzlich zu Wegen und Trails. Mit Straßenreifen  in 28mm hätte ich das nicht machen wollen.


Meine Reifen fuhr ich mit 3 Bar, damit war ich auf der Straße noch einigermaßen schnell, aber im Gelände genau richtig aufgestellt.

Der Panaracer hat sich gut geschlagen. Auf trockenen Wegen mit Felsen und Steinen bringt ein Profil nichts. Die Breite machts… und da waren die 40er genau richtig.


Am besten fährt es sich morgens oder abends. Wenn ich um ca. 08:00 gestartet bin, dann begrüßte mich eine angenehme Temperatur von ca. 20 Grad. 

Um diese Uhrzeit sind die Straßen noch ziemlich leer und auch die Strandpromenaden können mit dem Rad befahren werden.


Morgens kann man gleich noch - ganze entspannt - die eine oder andere Sehenswürdigkeit mitnehmen… 


Die Routenplanung gestaltet sich schwierig, denn es gibt die Auswahl zwischen Straße oder kleiner Straße oder Straße die „super-schön-zu-befahren ist“ die sich plötzlich wandelt zu einer Straße die „unmöglich-zu-befahren ist“…


Übrigens ist der Kaffee hier wunderbar. In der Regel kostet der Cappuccino 15 Kuna. Es ist also Pflicht, jede (noch so kleine) Ausfahrt mit einem Kaffee zu beenden. 


Zusammenfassend kann ich für mich folgendes Fazit ziehen:

Kroatien ist ein wunderschönes Land.
Radfahren mit Familie geht ganz gut.
Radfahren im Süden mag ich nur morgens.
Gravel in Kroatien ist cool.
Auf der Straße macht es mir nicht so viel Spaß.

Eines ist aber sicher:
Mein Rad kommt auch beim nächsten Urlaub mit!


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